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Bamberger Autographe online

Hoffmann digital mit neuen Inhalten und frischem Design

Die virtuelle Galerie Hoffmann digital präsentiert sich in neuer Optik und mit einem starken Zuwachs an spannenden Inhalten: den Bamberger Autographen. Die Sammlung umfasst 39 Briefe von und vier Briefe an E.T.A. Hoffmann, 16 Originalzeichnungen (davon drei auf Briefen), fünf Werkmanuskripte bzw. Teile davon, eine autographe Partitur, zwei Abschriften von musikalischen Werken Hoffmanns, einen Verlagsvertrag, ein Tagebuchfragment, ein Stellengesuch, drei Todesanzeigen für den Kater Murr, drei Widmungen in Büchern und einen Namenszug im Klavierauszug von Mozarts „Don Giovanni“ – dem einzigen erhaltenen Buch aus Hoffmanns Bibliothek. Hinzu kommen eine Quittung von Hoffmanns Frau Maria Thekla Michaelina und ein Eintrag für E.T.A. Hoffmann in der Sterbematrikel der evangelischen Jerusalemgemeinde in Berlin.

Die Staatsbibliothek Bamberg hat ihre Hoffmann-Autographe im Jahr 2016 im Rahmen des Projekts E.T.A. Hoffmann Portal digitalisiert und in Kalliope, der nationalen Datenbank für Nachlässe und Autographe, katalogisiert und erschlossen. Seit Mai 2017 sind die Werke in den digitalen „Bamberger Schätzen“ der Staatsbibliothek Bamberg sowie im E.T.A. Hoffmann Portal frei zugänglich.

Erstmals haben Nutzerinnen und Nutzer nun weltweit die Möglichkeit, die Autographe zu jeder Zeit und von jedem Ort aus im Detail zu studieren. Hoffmann digital bietet zu diesem Zweck einen stufenlosen Deep Zoom, umfassende Metadaten und verschiedene Download-Optionen an. Zudem sind die illustrierten Werke mit einer Thumbnail-Übersicht über alle enthaltenen Illustrationen ausgestattet. Über die Merkfunktion können temporäre Favoritenlisten erstellt und zur Weiterverarbeitung exportiert werden.

Starke Ausweitung der Inhalte bis 2019

Im Rahmen des ebenfalls an der Staatsbibliothek zu Berlin angesiedelten Folgeprojekts „E.T.A. Hoffmann Portal 2“ werden bis Ende 2019 sukzessive weitere digitalisierte Materialien zu E.T.A. Hoffmann in Hoffmann digital zur Verfügung gestellt. Neben der Integration von einzelnen Werken aus externen Einrichtungen liegt der Schwerpunkt des Projekts auf der Digitalisierung von Hoffmann-Beständen der Staatsbibliothek zu Berlin, darunter mehr als 800 Hoffmanniana aus der Zeit zwischen 1800 und 1920, vergriffene Werke aus dem Zeitraum 1921 bis 1965, und 33 Brief- und Musikautographe sowie etwa 200 Werke, die E.T.A. Hoffmann beeinflusst haben, und circa 600 Werke zur Rezeption Hoffmanns.

Zauberhafte Romantik – 200 Jahre Undine von E.T.A. Hoffmann

Heute vor 200 Jahren war ein großer Tag für den Universalkünstler E.T.A. Hoffmann. Als Komponist hatte er es endlich geschafft: Am 3. August 1816 fand anlässlich des Geburtstags von König Friedrich Wilhelm III. im Königlichen Schauspielhaus am Gendarmenmarkt in Berlin die Uraufführung seiner romantischen Oper Undine statt. Schon lange träumte er davon, dass sein „Name nicht anders als durch eine gelungene musikalische Komposition der Welt bekannt werden soll“ (Brief vom 20. Juli 1813 an seinen Verleger Carl Friedrich Kunz). Mit der Undine – seinem bedeutendsten Bühnenwerk, an dem er schon seit 1813 arbeitete – sollte dieser Traum für ihn in Erfüllung gehen. Die Zauberoper gehört zu den wichtigsten musikalischen Werken der Romantik. Sie gilt als Vorläuferin von Carl Maria von Webers Oper Der Freischütz und als erste romantische Oper in Deutschland überhaupt. Weiterlesen

E.T.A. Hoffmann Portal: Mehrwert für die Forschung

Am 20. und 21. Juni 2016 veranstaltete die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) einen internen Forschungsworkshop, auf dem WissenschaftlerInnen aus allen Einrichtungen der SPK ihren KollegInnen aktuelle Forschungsprojekte aus Museum, Archiv, Bibliothek und Forschungsinstitut vorstellten und über Anknüpfungspunkte sowie interne und externe Kooperationen diskutierten. Auch das Projekt E.T.A. Hoffmann Portal präsentierte sich bei diesem Workshop in einem dreiminütigen Slambeitrag im Panel „Analoge und digitale Objekte vernetzen“. Dabei stand vor allem der Mehrwert für die Forschung im Fokus, den das Projekt mit dem Portal ihren unterschiedlichen Nutzergruppen bieten möchte. Weiterlesen

Nun sind wir komplett! – Das Projektteam E.T.A. Hoffmann Portal stellt sich vor

Wir arbeiten zwar schon seit dem 1. Oktober 2015 mit viel Herzblut an der Entwicklung unseres E.T.A. Hoffmann Portals – zunächst zu zweit und seit Januar 2016 zu dritt, aber erst seit wenigen Tagen sind wir komplett: am 17. Mai 2016 trat unsere Entwicklerin ihren „Hoffmann-Dienst“ an. Diese Gelegenheit möchten wir zum Anlass nehmen, uns Ihnen persönlich vorzustellen.

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Das „HoPo“ zu Besuch in Bamberg

Am 7. und 8. Mai fand in Bamberg die jährliche Tagung der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft statt, die aus einem Forschungsforum mit aktuellen wissenschaftlichen Beiträgen zu E.T.A. Hoffmann, einer festlichen Mitgliederversammlung und einem abwechslungsreichen Begleitprogramm besteht. Das Hoffmann-Projektteam der Staatsbibliothek zu Berlin nahm das Treffen zum Anlass, den derzeitigen Stand der Arbeiten am Hoffmann-Portal („HoPo“) den Mitgliedern und interessierten Gästen vorzustellen. Dabei war uns besonders wichtig, die Forschenden, Unterrichtenden und Interessierten nach ihren Erwartungen und Wünschen zu befragen. Weiterlesen

Projekt E.T.A. Hoffmann-Portal gestartet

Pünktlich zum 1. Oktober 2015 fiel an der Staatsbibliothek zu Berlin der Startschuss für ein einjähriges Projekt zum Aufbau eines Personenportals zu der romantischen Künstlerpersönlichkeit E.T.A. Hoffmann, das neue Wege in der zielgruppenorientierten Sammlungsvermittlung einschlägt.

Das Portal wird einen Zugang zu zahlreichen, teils einzigartigen Werken von und zu Hoffmann bieten. Neben der Präsentation der umfangreichen Hoffmann-Sammlungen der SBB und der Staatsbibliothek Bamberg auf einer eigenständigen Plattform wird das Portal durch unterschiedliche Module und thematische Einstiege verschiedenen Interessensgruppen jeweils individuelle Zugänge bieten. Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer multimedialen Webseite, mit der die Vielseitigkeit E.T.A. Hoffmanns als Schriftsteller, Musiker, Zeichner und Jurist vermittelt wird. Neue Angebote zur Recherche und Präsentation der sehr heterogenen Hoffmanniana – bestehend aus Briefen, Texten, Zeichnungen, Skizzen, Musikalien, Bildern und juristischen Unterlagen – sollen das Portal zu einem innovativen Beispiel für einen vielfältigen Themeneinstieg für Forschung, Lehre und Bildung machen.

Mit dem Personenportal baut die Staatsbibliothek zu Berlin ihrem E.T.A. Hoffmann-Archiv ein neues Haus. Als virtuelle Einrichtung der SBB ist das Archiv seit dem Jahr 2000 das gemeinsame Eintrittstor zu den unterschiedlichen Materialien über und von Hoffmann, die in verschiedenen Abteilungen der Bibliothek betreut werden. Das Archiv profitiert wesentlich durch den großzügigen Nachlass der Hoffmann-Kennerin Dr. Christa Karoli, die der SBB einen beträchtlichen Teil ihres Vermögens sowie ihre umfangreiche Hoffmann-Sammlung vermachte – mit der Maßgabe, ein „Archiv E.T.A. Hoffmann“ einzurichten. Das neue Portal wird diesem und den wertvollen Beständen der Staatsbibliotheken in Berlin und Bamberg nun ein unverwechselbares Gesicht geben.

Projektleiterin ist Ursula Jäcker, Leiterin des E.T.A. Hoffmann-Archivs und Fachreferentin für Germanistik an der SBB. Über SBB aktuell informieren wir Sie regelmäßig mit Blogbeiträgen über den Fortschritt des Projekts. Informationen über das Archiv und zu den Beständen erhalten Sie bis zum Launch des Portals über die bisherige Webseite des E.T.A. Hoffmann-Archivs und per E-Mail an E.T.A.-Hoffmann-Archiv@sbb.spk-Berlin.de.