Termin Details


Bamberger Symphoniker

Rudolf Buchbinder
Klavier und Leitung

Symphonischer Chor Bamberg
(Einstudierung: Tarmo Vaask)

Joseph Haydn
Konzert für Klavier und Orchester D-Dur Hob. XVIII:11

Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Klavier und Orchester

E.T.A. Hoffmann
aus »Canzoni per quatro voci alla capella«: Salve Regina, Gloria Patri

Ludwig van Beethoven
Fantasie für Klavier, Chor und Orchester c-Moll op. 80

»Haydn und Mozart, die Schöpfer der neueren Instrumental-Musik, zeigten uns zuerst die Kunst in ihrer vollen Glorie; wer sie da mit voller Liebe anschaute und eindrang in ihr innerstes Wesen, ist Beethoven.«, meinte E.T.A. Hoffmann – aus dessen Chorwerk wir etwas präsentieren, da er vor 200 Jahren am 25. Juni gestorben ist. Denn dieser große Schriftsteller wirkte ebenfalls als Musiker und Komponist: So war er etwa Kapellmeister in Bamberg – und hinterließ einen bemerkenswerten Werkkatalog. Ansonsten dreht sich in unserem Programm alles um die großen Fixsterne der Wiener Klassik – eine Zeit, als das Publikum äußerst neugierig auf die »neue Mode« war: Instrumentalmusik für den Konzertsaal war gefragt, nicht nur Musik für die Opernbühne. Haydns beliebtes D-Dur-Konzert verarbeitet eine Vielzahl musikalischer Gedanken mitsamt exotischer Thematik – und da er unaufmerksame Zuhörer gerne wachhielt, werden sie durch Kontrastwirkungen regelmäßig überrascht. Mozarts populäres d-Moll-Konzert entstand »Hals über Kopf« und wurde erst in der Nacht vor der Uraufführung für das Orchester kopiert, den Solopart spielte er aus dem Gedächtnis. Es ist ein dramatisches, aber zuweilen auch nostalgisches Werk – der Vater Leopold fand es einfach nur »magnifique«. Wir spielen außerdem die »Kleine Neunte« von Beethoven, wie seine »Chorfantasie« oft genannt wird – die aber im Gegensatz zur neunten Symphonie eine Rarität auf den Konzertpodien ist. Mit einem brillanten Klaviersolo setzt sie ein und bäumt sich bis zum grandiosen Chor-Hymnus auf, der hier nicht wie bei der »großen Schwester« die Freude preist, sondern eine Hommage an die schönen Künste ist – im blumigen Text heißt es: »Wenn der Töne Zauber walten und des Wortes Weihe spricht, muss sich Herrliches gestalten, Nacht und Stürme werden Licht.«