Termin Details


Vorträge: 32. Hegelwoche

Datum: : . bis

Ort: Uni Bamberg, Aula im Dominikanerbau

Format: Vortrag

  • Veranstaltungsort

    Aula der Universität
    Dominikanerstraße 2a
    96049 Bamberg

32. Hegelwoche: Phantasie als Erkenntnisform. E.T.A. Hoffmanns Anstöße zur Ergründung des Unergründlichen

Er war der größte Tausendsassa der Romantik, der als Jurist nicht nur schrieb, sondern zeichnete, musizierte und komponierte, aber auch als Musikkritiker und Dramaturg wirkte. Und auch die Universität wird sich mit der Hegelwoche diesem Zauberer und Beschwörer fantastischer Ideenreiche annehmen, der die Grenzen rationalen Erkennens auslotete. Mit Freude und Schaudern stellte sich E.T.A. Hoffmann dem, was dann hinter und im Alltäglichen an Wundersamem auftaucht. Seine kapriziösen Kunstwerke und Grillen versprechen hier einen anderen Wirklichkeitszugriff. In der Hegelwoche, dem öffentlichen Denkort der Universität, wird es darum gehen, dieses Erkennen anderer Art zu ergründen. Dafür werden wir versuchen, das Bergwerk seiner Phantasie zu ergründen und so zu verstehen, was ihm als andere Dimension der Wirklichkeit jenseits der kalten denkenden Zergliederung aufleuchtete. Und ganz zeitlos philosophisch wird das zur Frage: Schürft E.T.A. Hoffmann aus diesem dunklen Phantasiereich jenseits des gewöhnlichen Denkens Feuersteine der Einsicht, die für uns und unseren verarmten Zugriff auf die Wirklichkeit erhellend noch sein können? Ist es sinnvoll möglich, sich denkend einem Bereich des Undenkbaren zu nähern? Nach Hegel können wir über alles Sinnvolle sprechen, nach Wittgenstein bleibt nur das Schweigen angesichts dessen, über das wir nicht mit gewöhnlichen Begriffen sprechen können – aber vielleicht bietet sich hier ein dritter Weg: Wie E.T.A. Hoffmann kann man eine eigene Sprache suchen, um doch noch sinnvoll über das Unaussprechliche zu sprechen.