August von Kotzebue
〈22. September 1803.〉
Der Verfasser des beil〈iegenden〉 Lustspiels der Preis wählte unter mehreren Plänen, die ihm vorschwebten, den einfachsten, und die Ausführung desselben führte die einfachen Charaktere von selbst herbei; ob es ihm gelang doch das ganze interessant zu machen ist eine Frage, die der Areopag, welcher zu Michaelis d. J. die armen Musensöhne, welche um den ausgesetzten Preis rangen, richtet, zu entscheiden haben wird.
Kann indessen der Preis auch nicht den Preis erringen, so wird es dem Verfasser an hundert Meilen von der Residenz entfernt doch große Freude verursachen, wenn Ew. HochwohlGeb. seinem Machwerk einige Aufmerksamkeit schenken, er hofft sogar jetzt einiges Licht darüber zu erhalten,
quid valeant humeri aut ferre recusent,
da er schon seit mehreren Jahren in einer Einöde von dem Throne der Kritik weggebannt ist und, da er den Dämon der Eigenliebe wohl kennt, über sich selbst zu seiner Qual in völliger Ungewißheit lebt.
Nachschrift wegen des Ausdrucks Szene und Auftritt
Dabei befand sich noch der Zusatz »sollte das ganze Werk für einen Schreibfehler geachtet werden so widmet es der Verfasser demjenigen aus dem Areopag der Locken oder gelocktes Haar trägt — es ist schönes weiches Papier.«
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