Beiträge

„Renne, lausche/Blüten singen“ – Helmut Krumpels Mappenwerk „Der goldne Topf“

Im Oktober konnte eine weitere künstlerische Bearbeitung des Werks Der goldne Topf für das Hoffmann-Archiv erworben werden. Es handelt sich um eine Mappe mit 69 teils farbigen Holzschnitten von Helmut Krumpel .

Helmut Krumpel (*1941 Wien) studierte in den 1960er Jahren an der Akademie für angewandte Kunst in Wien und lebt als freischaffender Künstler in Niederösterreich.

Ersten Kontakt zu Hoffmanns Der goldne Topf hatte Helmut Krumpel bereits Ende der 1960er Jahre, seit dieser Zeit beschäftigt ihn auch das Thema Realität – Sehnsucht immer wieder.
Erste Tuschezeichnungen und Zeichnungen auf Schabkarton zu seiner Mappe Der goldne Topf entstanden allerdings erst im Jahr 2002. Insgesamt schuf Krumpel in den Jahren 2003/2004 zu jeder Vigilie ein Titelblatt sowie weitere drei Blätter mit jeweils zwei Holzschnitten; der Druck der insgesamt 69 Holzschnitte folgte in den Jahren 2004 bis 2007.

Die Titelblätter enthalten neben der Illustration poetische Hinweise, wie z.B. „renne, lausche/Blüten singen“, die, in Anspielung an die Schreibtätigkeit Anselmus‘ in der Bibliothek des Archivarius, zusätzlich in Farsi übersetzt sind. Begleitet wird die Mappe durch den Text  Der Prediger seines Bruders Christof Krumpel.

Im Feuerkranz – neue Illustration zum Kunstmärchen „Der goldne Topf“ erworben

Im Herbst erwarb die Kinder- und Jugendbuchabteilung für die E.T.A. Hoffmann-Sammlung das Bild Äquinoktial-Nacht von Kay Konrad. Die in Gouache gearbeitete Zeichnung gehört zu Konrads Zyklus Der goldne Topf (2004-2007), der insgesamt 13 Bilder umfasst. Der freischaffende Künstler Kay Konrad (*1952 Lensahn) studierte an der Hochschule für Bildende Kunst in Berlin und an der für Angewandte Kunst in Wien und beschäftigt sich immer wieder mit phantastischen und märchenhaften Themen. In Vorbereitung auf die Arbeit zum goldnen Topf reiste er eigens nach Dresden, um sich vor Ort inspirieren zu lassen. So fand er in der Sächsischen Schweiz den Schauplatz für seine Äquinoktial-Nacht  – die Szene der 5. Vigilie, in der Veronika der Rauerin vor die Stadttore Dresden folgt, um mit ihrer Hilfe Anselmus aus dem Zauberreich des Archivarius‘ Lindhorst zurückzugewinnen.

Neben dem Zyklus zum goldnen Topf schuf Konrad ein Triptychon zu Hoffmanns Werk Die Königsbraut (2007 bis 2009).

Wie der Untergang der Titanic mit E.T.A. Hoffmann zusammenhängt

Die Advents- und Weihnachtszeit ist traditionell die Zeit des Geschichtenerzählens. Auch heute noch? Vielleicht nicht mehr so ganz? Wir nehmen den Faden jedenfalls auf und erzählen Ihnen heute eine Geschichte Weiterlesen