Vortrag in Frankfurt(M): Karl Marx – ein Romantiker (24.4.)

In der Reihe „Was ist Romantik?“ lädt das Frankfurter Goethe-Haus am 24. April um 19:00 Uhr zum Vortrag „Karl Marx – Ein Romantiker“: Die Referenten Dr. Rainer Hank (FAZ) und Prof. Dr. Jochen Hörisch (Universität Mannheim) sprechen darin unter anderem über Marx‘ Dichtungen im Schreibstil von Jean Paul und E.T.A. Hoffmann.

Informationen und Anmeldung

 

Vorschau:

Um E.T.A. Hoffmann geht es auch im darauffolgenden Vortrag der Reihe: Am 1. November 2018 werden Prof. Dr. Markus Bernauer und Tilman Spreckelsen über den „Roman des Freiherrn von Vieren“ sprechen – ein Gemeinschaftswerk der Dichter E.T.A. Hoffmann, Adelbert von Chamisso, Karl Wilhelm Salice-Contessa und Friedrich de la Motte Fouqué. Merken Sie sich diese Veranstaltung gerne schon vor.

Informationen und Anmeldung

Tagung der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft am 12./13. Mai in Bamberg

Am 23. und 24. Mai findet die diesjährige Tagung der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft mit Forschungsforum in Bamberg statt. Am Vorabend lädt das E.T.A. Hoffmann Orchester Berlin zu einem Musik-Salon im Geiste von E.T.A. Hoffmann „Musik und russische Literatur“ in die Harmonie am Bamberger Schillerplatz ein.

Programm der Tagung der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft inkl. Rahmenprogramm

Ankündigung zum Vortrag von Prof. Dr. Rüdiger Görner

Der Vortrag von Prof. Dr. Rüdiger Görner (London) am 12. Mai und die Filmvorführung am 13. Mai des Stop Motion Künstlers Stanislav M. Sokolov (Moskau) am 13. Mai sind öffentlich. Für die musikalisch-literarische Soiree am Samstagabend, 12. Mai 2018, bittet die E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft wegen der begrenzten Raumkapazität um Anmeldung unter Tel. 0951-968 44 93 oder per E-Mail an Andreas Ulich.

Werkstattgespräch der SBB: Zur Materialität und Kontextualität des russischen Künstlerbuches der Gegenwart

Am Dienstag, 6. Februar 2018, um 18.15 Uhr spricht PD Dr. Viola Hildebrand-Schat (Goethe-Universität Frankfurt a.M.) im Rahmen der Veranstaltungsreihe Die Materialität von Schriftlichkeit – Bibliothek und Forschung im Dialog in der Staatsbibliothek zu Berlin – PK (Haus Unter den Linden) über die Materialität und Kontextualität des russischen Künstlerbuches der Gegenwart. Unter anderem stellt sie Künstlerbücher von Michael Bensman zu E.T.A. Hoffmanns Erzählungen ‚Die Automate‘ und ‚Don Juan‘ vor. Die Werke können im Anschluss im Original betrachtet werden.

Der Eintritt ist frei.

Aus dem Ankündigungstext:
‚Die Bezeichnung Kniga chudoschnikov (russ. für „Künstlerbuch“) kommt erst mit Beginn der 1990er Jahre auf. Das Arbeiten mit Büchern hingegen hat in der russischen Kunst eine weitreichendere Tradition, die teils in der gegenwärtigen Szene fortlebt, teils aber auch völlig neue Wege beschreitet. Diese zeigen sich in raumgreifenden Konzeptionen buchbestimmter Welten, zeigen sich aber auch in den verschiedene Buchformen auslotenden Beispielen. Eine Auswahl gibt Einblick in eine bewegte Szene buchkünstlerischen Arbeitens.‘

Weitere Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldung finden Sie auf der Veranstaltungsseite im Blog der SBB.

Ein Abend für E.T.A. Hoffmann

Am 12. Dezember feierte die Staatsbibliothek zu Berlin den Launch des E.T.A. Hoffmann Portals in einer Festveranstaltung mit mehr als 250 Gästen. Schon vor Beginn des offiziellen Programms betrachteten sie ausgewählte Originaldokumente zu E.T.A. Hoffmann und erkundeten die digitale Präsentation dieser Objekte im neuen Webportal.

Nach Grußworten von Barbara Schneider-Kempf, Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin, sowie Dr. Bettina Wagner, Direktorin der Staatsbibliothek Bamberg, und Jörg Petzel, Vizepräsident der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft, stellten Ursula Jäcker und Christina Schmitz die Kernelemente und einige ausgewählte Funktionen des E.T.A. Hoffmann Portals vor. Bei inzwischen mehr als 100 einzelnen Webseiten konnte dies nur ein kleiner Einblick in die umfangreichen Inhalte und Funktionen sein.

Im Anschluss zeigte Prof. Dr. Claudia Liebrand von der Universität zu Köln am Beispiel von neueren Publikationen zu E.T.A. Hoffmanns „Sandmann“ einige Trends der aktuellen Hoffmann-Forschung auf, während Sibylle Söring vom Center für Digitale Systeme der Freien Universität Berlin den Mehrwert von digitalen Angeboten in der geisteswissenschaftlichen Forschung herausstellte.

Besonders berührend war die musikalische Darbietung von zwei ausgewählten Stücken aus den ‚Duettini italiani‘ (WV 67), denn nur selten hat man Gelegenheit zu hören, ‚wie Hoffmann klingt‘: Seine Kompositionen werden leider viel zu selten aufgeführt.

Der Höhepunkt des Abends war der Auftritt von Ingo Schulze. Der merklich von E.T.A. Hoffmann beeinflusste Autor las aus seinen eigenen sowie aus Hoffmanns Werken und unterhielt sich mit Christina Schmitz, Projektleiterin des E.T.A. Hoffmann Portals, über sein Leben, seine Arbeitsweise als Schriftsteller und den Einfluss E.T.A. Hoffmanns auf sein Schaffen.

Bei einem Glas Wein oder Sekt, spendiert von E.T.A. Hoffmanns altem Stammgasthaus Lutter & Wegner, tauschten sich die Gäste über ihre Eindrücke aus, ließen neu erstandene Bücher signieren und stöberten an PC-Stationen durch das E.T.A. Hoffmann Portal.

 

"Das Fräulein von Scuderi" (DDR/SE 1954/55, Eugen York) Quelle: Deutsche Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen, Berlin ©DEFA-Stiftung/Eduard Neufeld

Rückblick: E.T.A. Hoffmann beim 30. Internationalen Filmhistorischen Kongress in Hamburg

Beim 30. Internationalen Filmhistorischen Kongress („Zwischen Revolution und Restauration. Kultur und Politik 1789–1848 im Spiegel des Films“) tauschten sich vom 23.–25. November in Hamburg Forschende über filmische Bearbeitungen literarischer Werke aus, die im Kern die Umbrüche zwischen der Französischen Revolution und der gescheiterten Revolution von 1848 verhandeln. Dass E.T.A. Hoffmann als Vertreter der Romantik in diesem Kontext nicht fehlen durfte, versteht sich von selbst. Drei Vorträge beschäftigten sich deshalb auch mit Verfilmungen von Werken Hoffmanns und immerhin vier der zahlreichen Verfilmungen wurden im Rahmen des cinefests 2017 im Kino Metropolis gezeigt:

  • Der Filmwissenschaftler und Leiter der Rowohlt Agentur für Medienrechte Michael Töteberg stellte den Neuen Deutschen Film ins Zentrum seiner Ausführungen und zog unter anderem den 1968/69 von Edgar Reitz gedrehten Film „Cardillac“ als Beispiel heran. Diese Verfilmung von Hoffmanns Novelle „Das Fräulein von Scuderi“ (1819) siedelt den Stoff in der 1968er Gegenwart an und ist in Tötebergs Augen ein Beispiel für Literaturverfilmungen, die nicht zuletzt deshalb zustande kamen, weil klassische Stoffe dem Profil der neu begründeten Filmförderung entsprachen.
  • Auch bei Anett Werner-Burgmann standen Klassikerverfilmungen im Zentrum, allerdings diejenigen der DEFA aus den 1970er und 1980er Jahren. In Ralf Kirstens Verfilmung der „Elixiere des Teufels“ (1972/73) als deutsch-tschechoslowakische Produktion offenbart sich die Entstehungszeit nicht nur durch teilweise zeitgenössische Kostüme, sondern auch auf der Ebene der von Synthesizern geprägten Filmmusik. Obwohl der Film damit insbesondere ein jugendliches Publikum ansprechen wollte, fand Kirstens Werk nur wenig Anklang: Die Einflüsse der Nouvelle Vague und der Tschechoslowakischen Neuen Welle ließen einen Film entstehen, der für den Publikumsgeschmack zu intellektuell und zu schwer verständlich war.
  • Der Germanist Günter Dammann fokussierte ebenfalls auf eine DEFA-Verfilmung und skizzierte die Textgrundlagen von Eugen Yorks das „Fräulein von Scuderi“ (1955): Die Koproduktion mit der schwedischen Firma Pandora – die von westdeutschen Filmschaffenden zum Zwecke der Kooperation mit DDR-Filmern gegründet worden war – bezieht sich mindestens so sehr auf die 1847 erschienene Dramatisierung der Novelle durch Otto Ludwig wie auf den eigentlichen Text Hoffmanns.

Im Kino konnten die TeilnehmerInnen des Kongresses dann neben dem Film von Eugen York auch den frühen unter der Regie Richard Oswalds entstandenen Autorenfilm „Hoffmanns Erzählungen“ (1916) sowie zwei weitere Verfilmungen vom „Fräulein von Scuderi“ kennenlernen: Den Stummfilm „Juwelen“, der 1929 von Hans Brückner gedreht wurde, und den bereits erwähnten „Cardillac“ von Edgar Reitz. Während der bei seinem Erscheinen gefeierte Stummfilm „Hoffmanns Erzählungen“ in seiner technischen Konventionalität den Stand des deutschen Kinos um 1916 repräsentiert, verlegt „Juwelen“ die Handlung der Hoffmannschen Novelle in das Wien der damaligen Gegenwart und präsentiert einen der letzten Krimis als Stummfilm. Nicht zuletzt wegen des 1930 folgenden Umbruchs zum Tonfilm erhielt „Juwelen“ nur wenig Aufmerksamkeit. Heute sind leider nur noch etwa zwei Drittel des Films erhalten.

Schon diese kleine Filmauswahl zeigt, dass die Wirkung E.T.A. Hoffmanns auf den Film kaum zu überschätzen ist und nach wie vor reges Interesse der Forschung weckt. Weitere Informationen finden Sie im Katalog des Hamburger Kongresses, der neben einer großen Auswahlfilmographie zum Kongressthema auch informative Kurzeinführungen oder zeitgenössische Kritiken zu allen beim cinefest gezeigten Filmen bereithält.

Silvestertagung

Risse im Licht? Silvestertagung zu Hoffmanns Kater Murr auf Schloss Neuhardenberg

Veranstaltungshinweis:

Risse im Licht?
E.T.A. Hoffmann: Lebens-Ansichten des Kater Murr
Silvestertagung
Schloss Neuhardenberg
30.12.2017–01.01.2108

 

Haben Sie Silvester schon mal auf einer Tagung verbracht? Was zunächst ungewöhnlich klingt, verspricht eine abwechslungsreiche und festliche Veranstaltung zu werden. Hier einige Passagen aus der Ankündigung:

In einer bis ins Detail durchgestalteten Abfolge von Konzerten, Schauspielsequenzen, Fachvorträgen und Diskussionen sind die Tagungsgäste eingeladen, sich Hoffmanns „Lebensansichten“ in Stationen anzunähern, wobei persönliche Begegnungen mit Kater Murr, der sich elegant durch die Tagung hindurchschleichen wird, im Schlosspark, im weitläufigen Areal der Anlage und im Schloss selbst nicht ausgeschlossen werden können…
Ein Jahresabschlusskonzert, ein festliches Silvester-Menü und eine musikalisch beschwingte Silvesterfeier – wir freuen uns, auch 2017 wieder auf Schloss Neuhardenberg zu Gast zu sein!

 

Anmeldeschluss: 15. Dezember 2017
Tagungsleitung: Burkhard v. Puttkamer, Zwischenakt Berlin
Alle Informationen: www.zwischenakt.de

Programm
Anmeldekarte

Nussknacker und Mausekönig. Sonderausstellung im Heinrich-Heine-Institut in Düsseldorf.

Nussknacker und Mausekönig: Ausstellung im Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf 26.11.-18.02.

Veranstaltungshinweis:

Nussknacker und Mausekönig. Illustrationen von Sabine Friedrichson

Eine winterliche Familienausstellung.

Zweihundert Jahre nach dem Erscheinen des Weihnachtsmärchens „Nussknacker und Mausekönig“ von E. T. A. Hoffmann präsentiert das Heinrich-Heine-Institut die von der Kuratorin Inge Sauer ausgerichtete Ausstellung mit den Originalen der vielfach preisgekrönten Illustratorin Sabine Friedrichson. 2015 wurde ihr der Deutsche Jugendliteraturpreis für ihr Lebenswerk verliehen.
Der „Nussknacker“ ist einer der berühmtesten Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur. Die in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin geplante Ausstellung zeigt die kostbaren Originale, Skizzen und Vorarbeiten, dazu Objekte aus der Hoffmann-Zeit, die Sabine Friedrichson als Vorlagen nutzt. Spielzeuge, ein Papiertheater, Bilderbücher und gemütliche Leseecken für Kinder laden ein zu einem stimmungsvollen winterlichen Treffpunkt.

Aus der Staatsbibliothek zu Berlin sind Bücher mit Illustrationen berühmter Zeichner aus 200 Jahren zu sehen.

 

Weitere Informationen

Festveranstaltung mit Ingo Schulze zum E.T.A. Hoffmann Portal am 12.12.

Seit Dezember 2016 ist das E.T.A. Hoffmann Portal in einer Betaversion online – Zeit, es endlich in die Vollversion umzuwandeln! Dieses Ereignis feiern wir am 12. Dezember 2017 um 17.30 Uhr in einer Festveranstaltung.

Sie sind herzlich eingeladen!

Zur Anmeldung

 

12. Dezember 2017
Beginn: 17.30 Uhr
Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Otto-Braun-Saal
Potsdamer Straße 33
10785 Berlin

 

Programm

Grußworte
Barbara Schneider-Kempf, Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin
Bettina Wagner, Direktorin der Staatsbibliothek Bamberg
Jörg Petzel, Vizepräsident der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft

Das E.T.A. Hoffmann Portal - Ein Angebot für Forschung, Lehre und Kultur

Das neue Webportal zur Künstlerpersönlichkeit E.T.A. Hoffmann ist ein facettenreiches Angebot für Forschung, Lehre und Bildung. Hierin werden die Sammlungen der Staatsbibliotheken Berlin und Bamberg sowie weiterer Einrichtungen virtuell zusammengeführt – dazu gehören beispielsweise illustrierte Buchausgaben, Autographe und juristische Akten, aber auch Buchobjekte und Gemälde. Mit der datenbankübergreifenden Suche können Fachliteratur und Quellenmaterialien von und zu Hoffmann ortsunabhängig recherchiert werden. Zudem ist das Portal eine zentrale Plattform für Fakten und Informationen rund um den Künstler und sein Umfeld, die durch interaktive Elemente und Datenvisualisierungen neue Zusammenhänge sichtbar macht.

In einer Kurzpräsentation stellen Ursula Jäcker und Christina Schmitz die wesentlichen Funktionen des Portals vor, weisen auf besondere Highlights hin und berichten über den aktuellen Stand des Projekts und Planungen für die weitere Entwicklung.


Ursula Jäcker und Christina Schmitz, Projektleitung

Zwischen Theorie und Philologie. Aktuelle Tendenzen der E.T.A. Hoffmann-Forschung

In ihrem Kurzvortrag unternimmt Prof. Dr. Claudia Liebrand einen kleinen Streifzug durch die relevantesten Publikationen der letzten Jahre zu E.T.A. Hoffmann. Claudia Liebrand ist Professorin für Allgemeine Literaturwissenschaft und Medientheorie an der Universität zu Köln. Gemeinsam mit Hartmut Steinecke, Harald Neumeyer und Kaltërina Latifi gibt sie das E.T.A. Hoffmann-Jahrbuch heraus.


Claudia Liebrand, Herausgeberin des E.T.A. Hoffmann-Jahrbuchs (Universität Köln)

Literarische Quellen online: Ein kleiner Rundgang durch die Welt der Digitalen Edition

Das Edieren von Texten – historischer, aber auch literatur- und sprachwissenschaftlicher Quellen und Dokumente – zählt zum „Kerngeschäft“ verschiedener geisteswissenschaftlicher Disziplinen. Im Zuge der Digitalen Transformation hat es einen grundlegenden Wandel erfahren: Quellen – Faksimiles, aber auch Lesefassungen und verschiedene Textstufen – können heute digital erschlossen, online verfügbar und interaktiv nutzbar gemacht werden. Dabei werden wir Rezipienten zunehmend von „LeserInnen“ zu „NutzerInnen“. Der Kurzvortrag erläutert an verschiedenen ausgewählten Beispielen, Portalen und Funktionen das Potential solcher digitalen Editionen und wirft einen Blick auf die Herausforderungen und Perspektiven, die uns die vielberufenen „Digital Humanities“ heute eröffnen.

Sibylle Söring studierte Germanistik, Philosophie und Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Als Projektmitarbeiterin und Koordinatorin im Forschungsverbund TextGrid war sie an der Schaffung einer virtuellen Forschungsumgebung für Geistes- und Kulturwissenschaften beteiligt. Zudem betreute sie digitale Editionsprojekte zu Theodor Fontanes Notizheften und zu Johann Friedrich Blumenbach. Derzeit arbeitet sie am Center für Digitale Systeme der FU Berlin am Aufbau einer Digital-Humanities-Infrastruktur.

Sibylle Söring / Copyright: Jasper Ian Bray


Sibylle Söring (Center für Digitale Systeme der Freien Universität Berlin)

 

Musik:
Eine Auswahl aus den ‚Duettini italiani‘ (WV 67) von E.T.A. Hoffmann
Susanne Henschel (Violine), Jorma Lünenbürger (Cello), Maximilian Kleinert (Piano)

Von Künstlern und Dämonen

Ingo Schulze ist einer der renommiertesten deutschen Autoren seiner Generation. Sein Debüt ›33 Augenblicke des Glücks‹ (1995) wurde mit Begeisterung aufgenommen, einzelne Erzählungen wurden im New Yorker abgedruckt. ›Simple Storys‹ (1998) war ein spektakulärer Erfolg und ist Schullektüre. Für ›Handy‹ (2007) wurde er mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet, für ›Neue Leben‹ (2005) mit dem Joseph-Breitbach-Preis. Sein Werk wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Im September 2017 erschien sein neuer Roman ›Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst‹.

In Ingo Schulzes Werk ist E.T.A. Hoffmann sehr präsent, seien es Handlungsorte wie Dresden oder St. Petersburg, hoffmanneske Erzählfiguren wie Enrico Türmer oder die Teufelsgestalt Clemens von Barrista im Roman ›Neue Leben‹ oder der fiktive Herausgeber – E.T.A. Hoffmann scheint – mal mehr, mal weniger offensichtlich – in Ingo Schulzes Werken hervor.

Im Gespräch erzählt der Autor von seiner Faszination für E.T.A. Hoffmann und dessen Relevanz für die Gegenwartsliteratur. Er spricht über seine Neuerscheinung ›Peter Holtz‹ und liest Passagen aus seinen Werken vor, die den Einfluss von E.T.A. Hoffmann erkennen lassen.

Ingo Schulze | Copyright: Gaby Gerster


Lesung und Gespräch mit dem Autor Ingo Schulze über E.T.A. Hoffmann

 

Kleiner Empfang
Weinhandlung Lutter & Wegner

 

Rahmenprogramm

Büchertisch der Nicolai’schen Buchhandlung

Kleine Ausstellung ausgewählter Hoffmanniana

PC-Stationen zum Stöbern im E.T.A. Hoffmann Portal

 

Das E.T.A. Hoffmann Portal ist ein Dienst der Staatsbibliothek zu Berlin in Zusammenarbeit mit:

 

Plakat "Das Fräulein von Scuderi" (DDR/SE 1954/55, Eugen York) Quelle: Bundesarchiv (BArch PLAK 105_10143). Filmszene: "Das Fräulein von Scuderi" (DDR/SE 1954/55, Eugen York) Quelle: Deutsche Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen, Berlin ©DEFA-Stiftung/Eduard Neufeld

E.T.A. Hoffmann beim 30. Internationalen Filmhistorischen Kongress: 23.-25.11. in Hamburg

Bildinformationen: Plakat „Das Fräulein von Scuderi“ (DDR/SE 1954/55, Eugen York) Quelle: Bundesarchiv (BArch PLAK 105_10143) / Filmszene „Das Fräulein von Scuderi“ (DDR/SE 1954/55, Eugen York) Quelle: Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, Berlin ©DEFA-Stiftung/Eduard Neufeld.

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Der Internationale Filmhistorische Kongress widmet sich in diesem Jahr dem Thema „Zwischen Revolution und Restauration. Kultur und Politik 1789–1848 im Spiegel des Films.“ Er findet im Rahmen des Internationalen Festivals des deutschen Film-Erbes cinefest vom 23. bis 25. November 2017 in Hamburg statt. Die Vorträge werden sich in einem Schwerpunkt auch mit den Autoren der Romantik beschäftigen, darunter Brentano, Fouqué, Tieck, Shelley, Byron und E.T.A. Hoffmann.

Zwei Beiträge und zwei Filme möchten wir Ihnen ganz besonders ans Herz legen:

  • Michael Töteberg (Hamburg): „Büchner, Kleist, E.T.A. Hoffmann: Unsere Zeitgenossen. Die Aneignung klassischer Literatur durch den Neuen Deutschen Film“ (24.11., Panel 3)
  • Günter Dammann (Hamburg): „Die DEFA wagt sich an einen Autor der Romantik. DAS FRÄULEIN VON SCUDERI (Eugen York, 1955) als Koproduktion DDR/Schweden“ (25.11., Panel 5)
  • Filmvorführung: HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN (D 1916, Richard Oswald), ca. 70 min., Musikbegleitung: Marie-Luise Bolte (25.11., 17.00 Uhr)
  • Filmvorführung: DAS FRÄULEIN VON SCUDERI (DDR/SE 1954/55, Eugen York), 99 min., Einführung: Günter Dammann (25.11., 18.30 Uhr)

Zum Programm-Flyer

Zur Kongress-Ankündigung

Weitere Informationen und die Anmeldemodalitäten finden Sie auf der Kongress-Webseite von cinefest.

Save the date: Festveranstaltung zum Launch des E.T.A. Hoffmann Portals

 

Seit Dezember 2016 ist das E.T.A. Hoffmann Portal in einer Betaversion online – Zeit, es endlich in die Vollversion umzuwandeln! Dieses Ereignis feiern wir am 12. Dezember 2017 um 17.30 Uhr in einer Festveranstaltung im Haus Potsdamer Straße der Staatsbibliothek zu Berlin – merken Sie sich den Termin schon jetzt vor. In den nächsten Wochen veröffentlichen wir die Einladung mit ausführlichem Programm. Hier vorab schon mal die Highlights:

 

  • Lesung und Gespräch mit dem Schriftsteller Ingo Schulze
  • Kurzvortrag von Prof. Dr. Claudia Liebrand, Herausgeberin des E.T.A. Hoffmann-Jahrbuchs (Universität Köln)
  • Kurzvortrag von Sibylle Söring (Center für Digitale Systeme der Freien Universität Berlin)
  • Präsentation des E.T.A. Hoffmann Portals: Neue Inhalte und Funktionselemente, optimierte Usability

Zur Anmeldung

 

Seien Sie gespannt auf das vollständige Programm der Veranstaltung und verkürzen Sie sich doch die Wartezeit, indem Sie noch einmal durch die Betaversion stöbern – auch gibt es immer wieder Neues zu entdecken: Ganz aktuell haben wir zwei neue Forschungbeiträge online gestellt. So ordnet Prof. Dr. Markus Bernauer E.T.A. Hoffmann in die Zeit der Berliner Romantik ein, und Dr. Elke Riemer-Buddecke schreibt in ihrem sechsteiligen Essay zur Illustrationsgeschichte ihr Standardwerk zu den Illustratoren Hoffmanns bis in die Gegenwart fort.